Gemeinschaft, § 16

1925 – VII – 2

Unter den mechanischen Errungenschaften der gegenwärtigen Zivilisation verdient die Fortbewegungsart eine besondere Beachtung. Dieses Verschlingen des Raumes ist bereits ein gewisser Sieg über die überirdischen Sphären. Doch ein Kreis des niederen Materialismus hält diese Eroberungen in den Grenzen der niederen Materie und verursacht mehr Schaden als Nutzen. Die Hauptgefahr dieser Fortbewegungsbeschleunigung liegt im erhöhten Gefühl der Verantwortungslosigkeit. Die gewohnten Grenzen überschreitend, wird der Mensch leicht, und infolge seiner groben Gefühle verliert er das Verantwortungsbewusstsein. Wer mit einer Geschwindigkeit von 400 Meilen in der Stunde fliegen oder höher aufsteigen kann als andere, nimmt die Psychologie eines Faustkämpfers an und das geistige Verantwortungsbewusstsein verlässt ihn. Man kann die Eroberung veredeln, wenn man ihr jede sportliche Bedeutung nimmt und sie auf die Arbeit hinlenkt. Eile, die Unglücklichen zu retten, fliege, die Menschheit zu vereinigen! Dann werden diese Errungenschaften der Evolution dienen; denn die Menschen müssen die überirdischen Bestrebungen im Alltag einführen, ohne dabei die Verantwortung zu vergessen. Noch verbleiben diese Errungenschaften auf der Stufe hässlicher Zentauren. Doch wenn die Menschen begreifen werden, wohin und warum sie fliegen sollen, dann wird es möglich sein, die Flugapparate zehnfach zu verbessern. Man kann eine Menge nutzbringender Experimente in die Schichten des Raumes flüstern. Atomenergie, Verdichten von Prana, farbige Raumstrahlen, Ernte in Zusammenhang mit wiederholten Explosionen und vieles andere ist für die Menschheit bestimmt.

‹ § 15 · Inhaltsverzeichnis · § 17 ›