1926 – XI – 22
Man kann sich vorstellen, dass der Pfad für jene, die einen Auftrag zu erfüllen haben, kein geruhsamer ist. Die Menschen halten sie für Magier, wenn nicht gar mit einer Tarnkappe. Doch die Weltgemeinschaft wird mit menschlichen Händen und Füßen errichtet und darin liegt die Schönheit des Aufbaues. Doch selten begegnet man in den Städten dem Abgesandten der Gemeinschaft freundlich. Die ganze Seele der Stadt knurrt ihn an. Wahrlich, selbst das Bestehen der Gemeinschaft wird in der Stadt verneint. Die ganze Atmosphäre erlaubt es dem Abgesandten nicht, sich auszuruhen. Er, der Einsame, durchquerte, durchschwamm, durchflog die vorgeschriebenen Räume, teilte bereits seine Botschaft mit und übergab sie. Wer hat ihn empfangen? Erstens, Misstrauen – ob die Gemeinschaft besteht? Zweitens – kann die Gemeinschaft wirksam sein und an fernen Angelegenheiten teilnehmen? Drittens – ist das Erscheinen des Abgesandten und die Notwendigkeit seiner aufgezeigten Tätigkeit nicht einfach ein Zusammentreffen? Ich kann Mich entsinnen, wie ein solcher Abgesandter, entrüstet über die Armseligkeit der letzten Bemerkung, antwortete: ‘Ihr, die ihr von Zusammentreffen sprecht, vergesst nicht, dass ihr selbst ein Zusammentreffen von Materieteilchen seid. Doch wenn euer Zusammentreffen erfolglos war, hatten die Gesetze der Materie ihren Grund dazu.‘ Wenn es jedoch um geldliche Angelegenheiten und Übergabe von Sachen geht, treffen die Gedanken günstig zusammen, dann werden Tatsachen und Warnungen aufmerksam angehört. Der Stadtbewohner ist nicht abgeneigt, eine nützliche Nachricht, auch wenn sie von der Gemeinschaft kommt, auszuquetschen. So begegnet der Abgesandte, außer einigen Mitarbeitern, rundherum einem Abgrund von Habsucht. Gib Geld, gib Rat für morgen, wende den Feind ab und dann verschwinde schleunigst und störe nicht mit Gedanken über Weltgemeinschaft unsere Verdauung. Gewiss, die Erkenntnis der Zusammenarbeit und Gemeinschaft schreitet voran, doch das Denken des Spießbürgers ist in Trägheit versunken. Wir rufen jene Mitarbeiter, welche die Schwierigkeiten erkennen! Wir rufen jene, die nicht zurückschauen! Wir rufen jene, die wissen, dass Freude eine besondere Weisheit ist! Wir vermögen die schwierigsten Weisungen zu geben, doch Unsere Ratschläge führen zum Frohlocken!