Feurige Welt III, § 79

Die bestehenden Lebensformen sind das Gepräge des Geistes der Völker. Den Niedergang oder Aufstieg eines Volkes kann man nicht nur aus historischen Fakten beurteilen, sondern auch nach den Begleiterscheinungen der Schaffenskraft. Wird der Geist von Grobheit und Unwissenheit beherrscht, spiegelt sich dies in den Gesetzen und Lebensbräuchen wider. Nach dieser Übereinstimmung kann man alle Grundzüge der Zeit verfolgen. Gewiss, die gesetzten Lebensformen verleihen den verschiedenen Geschichtsepochen eine deutliche Färbung. Wodurch unterscheiden sich die ersten drei Jahrzehnte des zwanzigsten Jahrhunderts? Durch Kriege, Terror, Grausamkeiten, Verrohung und die schrecklichsten Verneinungen! Aber inmitten all dieser Finsternis kann man Lichtformen erkennen. Es ist unbedeutend, wenn diese gering in der Anzahl und über die Erdfläche verstreut sind. Das Gleichgewicht des Lichts wird nicht durch Quantität, sondern durch Potentialität, nicht durch Andrang, sondern durch Heldentum des Geistes geschaffen. So lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt von der Bedeutung erhabener Formen erfüllt sein, und lasst uns vor allem das Licht jener Augen schätzen, die der Menschheit die Macht der Schönheit bringen.

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