Feurige Welt III, § 55

Kühnheit des Geistes ist der Beginn des Aufstiegs. Die Bekundung wahrer Kühnheit lässt den Geist sowohl den Maßstab als auch die Richtung für alle Taten erkennen, weil Kühnheit keinen Kleinmut zulässt. Kühnheit merzt jede Neigung zu Verrat aus. Wer jemals im Geiste wahre Kühnheit erkannte, kennt die Schönheit des Dienstes. Der Kühne kennt den Pfad der Errungenschaft und fürchtet nichts. Sein Leben ist erfüllt von Hingabe zur Hierarchie. Jeder Mitarbeiter möge über die Schönheit feuriger Kühnheit nachdenken, denn sie befreit den Geist von allen weltlichen Fesseln. Der Kühne fürchtet die Einsamkeit nicht, denn er fühlt im Geiste die Verbindung mit der Helle Hierarchie. Der Kühne weiß, dass die Freude des Geistes allein der Errungenschaft innewohnt. Der Kühne bedarf keiner menschlichen Anerkennung, denn seine Errungenschaft ist eine durch Arbeit und Streben selbst geflochtene Krone. Allein die Geisteshelden kennen wahre Errungenschaft. Auf diese Weise wird der Kühne von Ichsucht frei sein. Er kennt den wahren Dienst für das Wohl der Menschheit. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt lasst uns an die Kühnheit denken.

‹ § 54 · Inhaltsverzeichnis · § 56 ›