Feurige Welt III, § 123

Wer es gewohnt ist, ins Herzensinnere einzudringen, kann Schwingungsströme feinstofflicher Gefühle wecken. Im Innern des Herzens kann die Offenbarung des Kosmischen Magneten geweckt werden. Man braucht nur jene Lebensmomente ins Gedächtnis rufen, die feinstofflichen Saiten erklingen lassen. Ein ins Herzensinnere gerichteter Blick spürt die geistigen Ströme auf. Man kann wahrhaftig sagen, dass die Menschen darin verharren, ohne Mitgefühl zu leben. Vor allem muss man verstehen, dass es in der Feinstofflichen Welt nichts Schrecklicheres gibt als Herzlosigkeit. Sie verbannt den Geist auf eine Stufe, auf der die irdische Welt jede Menschlichkeit verliert. Edelmut kann es daher nur dort geben, wo Herzlosigkeit geächtet wird. Nichts ist schrecklicher als der im Herzen eines Egoisten vorgetäuschte Edelmut. Deshalb offenbart der Pfad der Wahrheit einen geistigen Strom, der das Suchen erleuchtet. Vorgetäuschter Edelmut ist keine Grundlage für schöpferische Zusammenarbeit. Verletzung des Herzens seines Nächsten ist kein Edelmut. Daher mögen die Mitarbeiter besonders in ihr Herzensinneres blicken, denn wie Ur richtig sagte: ‘Es ist besser, in den eigenen Geistesspiegel zu blicken als sich in die Seele eines Freundes einzuschleichen.’ Auf dem Pfad zur Feurigen Welt ist vorgetäuschter Edelmut ein Stein des Anstoßes.

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