Feurige Welt III, § 110

Über die Bestimmung des Menschen auf Erden. Seit undenklichen Zeiten hat diese Frage die Gemüter der Menschen beschäftigt. Alle Religionssysteme haben die Bestimmung des Menschen und seine Verwandtschaft mit der Höheren Kraft vermeintlich bestätigt. Worin kommt denn die Ähnlichkeit zur Höheren Kraft zum Ausdruck? Der Mensch kann der Höheren Kraft nur in geistiger Vervollkommnung ähnlich werden. Die Bestimmung des Menschen kann nicht als zufällig angesehen werden. Ebenso ist es unmöglich, alle Formen gleich zu sehen, denn jede Sphäre hat ihre eigenen Formen und sehr genaue Wechselbeziehungen. Wir sprechen oft über das Band zwischen beiden Welten, denn es ist zwingend notwendig, aus dem Bannkreis herauszugelangen, von welchem der Planet umgeben ist. Es ist unumgänglich, den Ausweg zu finden. Um Berührungspunkte zu finden, muss das Denken auf feinstofflichere Prinzipien gerichtet sein. Wenn wir über die einfachsten Vorgänge nachsinnen, werden wir zu den höchsten Begriffen gelangen. Gewiss, sobald wir das feinstoffliche Band im gesamten Leben entdecken werden, wird das Streben zur Höheren Welt wirklich nicht auf sich warten lassen. Da es bisher eher schwierig war, das Bewusstsein zu wecken, ist es jetzt notwendig, alle Grundsätze des Bandes beharrlich voranzutreiben. Alle Geschehnisse, alle Bestätigungen, rufen die Menschen zur Heldentat der Umwandlung der weltanschaulichen Grundsätze auf. Es ist besonders notwendig, sich in die Bestimmung des Menschen zu versenken.

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