Feurige Welt II, § 47

Auf die Anwendung der psychischen Energie wurde in verschiedenen Schulen unterschiedlich hingewiesen. Die einen schlugen vor, die Energie dauernd anzuspannen, während andere es vorzogen, diesen Strom zu unterbrechen, indem sie die Energie zur Untätigkeit zwangen. Wenn das Bewusstsein entwickelt ist, dann unterscheiden sich die zwei Methoden ihrem Wesen nach nicht voneinander. Bei einem gehobenen Bewusstseinszustand erhält die Energie dauernd Impulse, und wenn sie untätig zu sein scheint, ist sie bloß in die Tiefen des Bewusstseins untergetaucht. Solche scheinbaren Gegensätze werden bei innerer Sammlung offenbar. Die einen halten das Aussprechen bestimmter Worte für wesentlich, die anderen übertragen diese Gedankentätigkeit in den Rhythmus des Herzens. Beide Arten sind gleichermaßen nützlich, wenn der Geist schon erhaben ist. Bei der Erhebung des Geistes muss man auch auf die gleichmäßige Herzenswärme achten. Man muss Erschütterungen vermeiden, da sie unnötig und schädlich sind. Man kann die Gewissheit erlangen, dass das Herz im ständigen Dienst der Hierarchie steht. Das bringt das Herz nicht von der Verantwortung für die Alltagsfragen ab. Solch verwobene Gegensätze verändern den Rhythmus des Herzens nicht. Ich lenke die Aufmerksamkeit auch auf die Verhältnisse des Alltags, weil sich der Führer mit jedem Lebenspender befassen muss.

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