Feurige Welt II, § 437

Zu den visuell schönsten feurigen Tätigkeiten gehören die Konvergenz und Divergenz von Auren. Dieser Vorgang kann mit der Schönheit der Nordlichter verglichen werden; und darin kommen viele psychologische Momente zum Ausdruck. Man kann beobachten, wie behutsam sich die Ausstrahlungen nahen, wie das Sperrnetz als einleitender harmonischer Widerhall pulsiert und aufblitzt, oder wie es sich verfinstert. Das ganze und komplette Leben eines Menschen, sein Chemismus und Magnetismus, werden im Raume verwahrt und umgeben den Menschen. Wir erwarten die Zeit, in der die Menschen geduldig beginnen, die Aura zu fotografieren. Dann wird man die Lichtbewegung auf einer Filmleinwand beobachten können, man wird sehen, wie sich die Bewegungsfolge der Aura widerspiegelt. Ihr wisst, dass für erfolgreiches Fotografieren viele feinstoffliche Bedingungen erfüllt werden müssen. Oft kann sogar ein physisch unbequemer Raum gute Ergebnisse vereiteln. Ihr habt unter gewöhnlichen Bedingungen ausgezeichnete Aufnahmen von feinstofflichen Wesenheiten gemacht. Ihr wisst auch, dass das Fotografieren misslang, als ihr euch entschlossen habt, die physischen Bedingungen zu ändern. Der Hauptfaktor des Erfolgs beruht auf den inneren, unsichtbaren Zuständen. Man muss große Geduld aufbringen und sich jedweder Gereiztheit und Wankelmütigkeit enthalten. Jedwedes feurige Chaos verdunkelt den Film bloß. Ebenso wird es keine besonders klaren Visionen geben, wenn eine verwirrte Geistesverfassung besteht. Doch wird die völlige Harmonie erlangt, wird das Fotografieren leicht sein. Viele äußere Bedingungen können einen Einfluss ausüben, deshalb ist darauf zu achten, dass, nachdem sich die erforderliche Schwingung bereits gebildet hat, keine neu hinzukommenden Gegenstände in den Raum gebracht werden. Ebenfalls störend sind ungehörige Ausrufe. Das Hauptelement ist Geduld.

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