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FW II, § 42.

Es ist durchaus nicht leicht, sich der Zukunft zuzuwenden. Es klingt einfach, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und in die Zukunft zu schauen. Es ist beides, einfach und schön; doch wie werden wir die Freudenfeuer der Vergangenheit entzünden, und wo werden wir die die Zukunft erleuchtenden Feuer finden? Die Heldentat des Geistes wird eingeben, diese Grenzen und Maßstäbe zu finden. Wie aber kann die Heldentat in die Alltagszwänge eingeführt werden? Glücklicherweise ist jedes Herz ein für Heldentat offenes Behältnis. Zu allen Zeiten unterteilte sich die Bevölkerung in Siedler und Nomaden. Die Nomaden zogen, angetrieben von der Kraft des Suchens nach Errungenschaft, weiter; für sie gab es keinen ständigen Platz. Aber die Zukunft ließ sie die Kraft nach Errungenschaft aufbringen. Dieses Herzensstreben ist in jedem menschlichen Leben eingelagert. Inmitten der sich aus heroischer Errungenschaft ergebenden Eile muss die in die Zukunft führende Rastlosigkeit gefunden werden. Nur so kann man den Fesseln der Vergangenheit entkommen. Ich sagte euch bereits, dass man in der Feinstofflichen Welt Rückerinnerungen meiden soll. Sie gleichen Fesseln! Hingegen muss man sich schon hier das Streben in die Zukunft aneignen. Das besagt nicht, dass man die Vergangenheit nicht kennen sollte; gerade Wissen ist gesegnet, aber man darf nicht im Staub der Vorväter steckenbleiben. Schreiten wir zu den neuen Welten voran, ohne das Gedächtnis zu verlieren und uns zu beschränken. Die Freiheit des Bewusstseins lässt Helden erstehen. Zucht des Geistes stärkt den Weisen, und bloß der Unwissende versteht die Zukunft als neue Liegestatt. Am besten ist es, sich Bewegung und Flüge vorzustellen.
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