Feurige Welt II, § 167

Betrachtet zwei Steine in ihrem Urzustand; sie sind kalt, sie sind in ihrem unbedeutenden Leben erstarrt, doch aus ihnen können auch Feuerfunken sprühen. Das Herz eines Menschen ist nicht schlechter als ein Stein. Sogar der geringste Gedanke eines Menschen ist in seiner Wirkung stärker als ein Mineral. Ich spreche davon, weil es lehrreich ist zu beobachten, wie der Gedanke bei der verborgensten Erinnerung Feuerfunken wachruft. Der völlig unvorhergesehene Gedanke erweckt ganze Gebilde aus dem Gedächtnisspeicher, ganze Epochen, an denen wir teilgenommen haben. Dies ist ein Ablauf von deutlich verwandten feurigen Inhalten. Gewiss, der Funke kann mit augenblicklicher Schnelligkeit verwandte Teile von den verwahrten Schätzen hervorholen. Man kann staunen, wie sicher die Schätze im Kelch verwahrt sind – jederzeit bereit, hervorgeholt zu werden. So feinstofflich und schnell kann nur feurige Energie wirken. Die feurigen irdischen Erscheinungen geben ein Bild von der Anspannung der Feurigen Welt. Wenn hier auf Erden etwas durch Schnelligkeit und Genauigkeit in Staunen versetzt, wie kühn und behände ist dann die Feurige Welt! Würden die Menschen die Feurige Welt bloß nicht vergessen – es könnte eine Verbindung hergestellt werden! Bedenkt den Bewusstseinszustand, wenn an so naheliegende Grundsätze erneut erinnert werden muss! Lasst uns dennoch sagen: Seien wir von Geduld erfüllt. Es heißt: Bestätigung der Wahrheit festigt die Brücke.

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