Feurige Welt II, § 129

Ich rate zu keinen mittelmäßigen Maßnahmen. Den vorübergehenden Zustand als Vollendung zu bestätigen, widerspräche der Evolution. Wird in einem Gebet von ewiger Ruhe der Heiligen gesprochen, weist beides auf Unwissenheit hin, sowohl in bezug auf die Ruhe als auch auf die Heiligen. Ihr wisst, dass Ruhe ein rein zeitlicher Zustand und zudem relativ ist. Die sogenannten Heiligen kennen keine Ruhe. Man kann sagen, der verwendete Ausdruck sei relativ, aber die Menschen verstehen unter dem Ruhezustand Erholung. Spräche man zu den Menschen von Anspannung in der Feurigen Welt, würden nur wenige eine solche Eigenschaft des höheren Zustandes begreifen. Sprechen Wir von einem Zustand dauernder Explosion während höchster Anspannung, wird die Vorstellungskraft solche Anspannung nicht anerkennen wollen – so sagen Wir nicht Anspannung, sondern Herrlichkeit! Der Pfad zu dieser Herrlichkeit führt über das Schöne. Entfaltet der Mensch keine Bestrebung zum Schönsten, verschließt er die Augen; denn das Höchste kann weder geschildert werden noch ist es vorstellbar. Die Erscheinung des Herrlichen ist absolut unbegrenzt. Halten wir uns aber an kein Mittelmaß von Schlaf und Ruhe. Ich bestätige, dass Ruhe das geoffenbarte Universum nicht erschaffen könnte.

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