Feurige Welt I, § 644

Seligkeit, Nirwana, Gottnähe und alle ähnlichen Bezeichnungen für den höheren Zustand werden gewöhnlich im irdischen Sinn verstanden. Auf diese Weise wird Seligkeit immer als ekstatisches Entrücktsein und die Verzückung in einer Art träger Rast verstanden; doch Entrücktsein kann nur als das Verlöschen aller irdischen Mittel und Beispiele verstanden werden. Wahrhaftig, warum solch beschränkte irdische Verfahren, wenn man schon durch die höheren Energien zu wirken vermag? Kann man Gottnähe mit Trägheit und Versenkung in Entrücktsein gleichsetzen? Solch ein Vergleich steht zu der wirklichen Bedeutung der Annäherung an das Höchste Prinzip im Widerspruch. Diese Vereinigung mit dem Höchsten, diese Umwandlung über die höheren Energien spornen einen vor allem zur verstärkten Anspannung der Kräfte an. Sogar in äußerster Anspannung darf der Mensch den Halt nicht verlieren. Doch bei Berührung mit feurigen Strahlen wird das Geisteskorn noch stärker entflammt, und sein Streben nach Gedankenschaffenskraft ist unbändig. Man kann staunen, warum Menschen die Bedeutung der Feurigen Welt zu begrenzen und herabzusetzen suchen? Sie wollen sie in irdische Beschränkungen kleiden und behaupten sogar, die Bewohner anderer Welten müssten in irdischen Körpern existieren und in irdischen Verhältnissen leben. Nur eine verkümmerte Vorstellung kann das Universum derart beschränken. Deshalb betone Ich so sehr die Entwicklung des Vorstellungsvermögens als die Grundlage des Strebens zu den höheren Welten.

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