Feurige Welt I, § 482

In Tibet werden Pferde mit Leopardenfleisch gefüttert, um sie wild zu machen. Rajputkrieger ernährten sich von Fleisch um ihre Kampflust zu bewahren. Schon diese beiden Beispiele zeigen die Bedeutung des Fleischessens auf. Die Unmenge an Vieh wird von den Menschen nicht zur Verfeinerung der Sinne geschlachtet, sondern wie Höhlenbewohner sind sie bereit Bären aufzufressen. Man muss bewusst gegen die Massenschlächterei von Tieren vorgehen. Die Menschen wissen, dass Obst und Gemüse mehr Lebensenergie spenden als eine Schale Blut, sie ziehen es aber dennoch vor mit bluthaltigem Fleisch bedient zu werden und viele wollen von Rohheit gesättigt sein. Es gibt keine andere Bezeichnung für diesen Wahnsinn des Blutverzehrs. Die Menschen wissen genau, dass eine Handvoll Weizen oder Gerste ausreicht um das Leben zu erhalten, aber ihr animalischer Instinkt versucht, sie in den tierischen Zustand zurückzuziehen. Versuchen Tiere etwa nicht, sich gegenseitig an die Gurgel zu springen? Verleitet dieses Unverständnis die Menschen etwa nicht zu den niedrigsten Handlungen? Vergessen wir nicht, dass Massenmord, ob im Krieg oder im Schlachthaus, die Atmosphäre gleichermaßen verunreinigt und die Feinstoffliche Welt entweiht. Man muss erkennen, dass jedes bewusste Töten die ganze umgebende Atmosphäre erschüttert. Außerdem stärken all diese Handlungen die Kräfte der Finsternis und des Chaos, indem sie den Rhythmus stören. Jedwede Störung der Feinstofflichen Welt muss vermieden werden. Wir sollen Pflanzennahrung, Mehlprodukte, Milch und Eier so frisch als möglich und mäßig genießen. Ihr wisst bereits wie ekelerregend das Fleischessen ist, wenn sich ein Organismus bereits an Pflanzennahrung gewöhnt hat. Man muss sich so in der Praxis verfeinern; denkt daran, dass sogar ein Elefant seine Kraft nur aus Pflanzennahrung erhält. Man darf nicht meinen die Leute wären aus Armut gezwungen Fleisch zu essen. Vegetarische Nahrung ist leicht zu beschaffen, zudem werden viele sehr nahrhafte Kräuter und Wurzeln nicht genutzt. Von manchen Tieren könnte man viel lernen, sie wissen viel mehr über die natürliche Ernährung als der Mensch – der Fleischesser. Fühlt euch nicht betroffen wenn Blutliebhaber über vegetarische Kost spotten, weist jedoch darauf hin, dass sie unwissend sind. Viele haben gar kein Verlangen nach Fleisch, werden aber durch unschöne häusliche Bedingungen dazu gezwungen; diese meinen Wir nicht. Wir bedauern die bewussten Vampire und Leichenverzehrer. So seid einsichtig und verfeinert eure Nahrung.

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