Das feurige Verstehen der Besessenheit wird URUMIYA genannt. Nicht allein der Mensch besitzt dieses Gefühlswissen; auch bestimmte den Menschen umgebende Tiere fühlen diesen furchtbaren Zustand. Pferde und Hunde empfinden die Nähe von besessenen Personen besonders stark und wehren sich gegen sie. Im alten China gab es eine besonders hoch geschätzte und sehr feinfühlige Hunderasse, die sich für das Aufspüren von Besessenen als nützlich erwies. In früheren Zeiten war es auch Sitte, den Gästen die Pferde und Hunde vorzuführen, um gleichzeitig die Reaktion der Tiere zu beobachten. Viele Boten wurden auf diese Weise getestet. Man sollte beachten, dass auch Katzen Besessenheit spüren, aber gewöhnlich gerade umgekehrt. Besessenheit versetzt sie in einen Freudezustand. Wenn beispielsweise eine Katze einen Besessenen oder seine zwingende Gegenwart wittert, versteckt sie sich nicht, sondern läuft fröhlich miauend umher, während ein Hund auffährt und sich zu verstecken sucht, oder solch eine Person angreift. Nicht allein zum Schutz sollte man URUMIYA in sich entwickeln, sondern auch zu dem Zweck, den besitzergreifenden Geist auszutreiben. Häufig übt ein einfaches Gespräch über die Bedeutung des Agni einen Einfluss auf den besetzenden Quälgeist aus. Da er das Feuer fürchtet, gerät er allein durch die Erwähnung der feurigen Energie in Zorn und sieht sich veranlasst, auszuziehen.