Bei der Gedankenübertragung geht die Schwierigkeit nicht so sehr vom Sender aus, als vom Empfang. Das Senden geht durch Anspannung des Herzens und des Willens vor sich, daher hängt es gänzlich vom Sender selbst ab. Doch der Empfänger befindet sich gewöhnlich in einem anderen Zustand. Er kann nicht nur gedanklich überlastet, sondern sein Gedanke und sein Bewusstsein können entrückt sein. Darüber hinaus können die unverhofftesten Ströme den Raum kreuzen und auf diese Weise einen Teil der Sendungen entstellen. Um dieses Hindernis wenigstens teilweise zu vermeiden, lehren Wir Umsicht und Wachsamkeit. Gewöhnt sich das Bewusstsein an diese Zustände, bleibt der Empfänger angespannt und geöffnet. Diese Methode steter Wachsamkeit ist nicht allein die Uns’rige, sie wurde bereits im fernen Altertum angewendet. Jede Einweihung in die Mysterien umfasste die Frage: ‘Ist dein Ohr geöffnet?’ Solches geöffnet sein weist vor allem auf die Fähigkeit hin, kühne Wachsamkeit aufrechtzuerhalten. Der Umstand sich kreuzender Ströme wurde durch Streben zum Hierarchen, mit dem ein Kontakt hergestellt wurde, vermieden. Freilich, es kann schädigende Versuche geben, die Ströme absichtlich zu unterbinden oder sich in sie einzumengen. Außerdem können die bereits erwähnten Luftleitungen das Abhören durch gegenseitiges Streben vermeiden – das kommt einem Galvanisieren der Leitung gleich. So kann man allmählich viele nützliche Dinge erlangen. Darüber hinaus lasst uns nicht vergessen, dass diese Errungenschaften unausrottbar sind.