Güte ist eine der feurigen Eigenschaften. Doch was haben die Menschen aus dieser Eigenschaft gemacht? Güte birgt nicht Schlaffheit, sondern volle Gerechtigkeit. Das feurige Herz begreift genau, wie unzulässig Bosheit ist. Es kennt die Schaffenskraft, die Bosheit als unwürdiges Mittel ausschließt. Güte empfindet auch Zweckdienlichkeit, das heißt, das höhere Maß an Gerechtigkeit. Über das Gerechtigkeitsgefühl haben Wir vieles gesagt, doch es ist so grundlegend, dass es bei jeder Erklärung bestätigt werden sollte. Was wird sonst das persönliche Gefühl ausgleichen, wenn von einem Blutschleier her zum Licht aufgeblickt werden muss? Nicht ohne Grund sagen die Menschen von einem ungerechten Richter, dass seine Augen blutüberschwemmt sind. Auf diese Weise müssen wir bei Gesprächen über feurige Einwirkungen die feurigen Ströme unserer Nervenzentren ständig regulieren. Durch jede Erwähnung des Feuers erfährt dieses schon eine bestimmte Spannung. Wer deshalb feurig denken will, der muss auch die feurige Verantwortung kennen. Solche Verantwortung ist äußerst schwerwiegend, denn sie schließt die gegensätzlichsten Keime mit ein. Denn von den unterirdischen Feuern bis zum höchsten Licht erstreckt sich ein weites Gebiet!