1925 – VI – 2
Ein Arzt könnte einwenden: Wenn die Aura eine physikalische Erscheinung ist, kann sie dann nicht auch von außen her physikalisch wachsen? Bis zu einem gewissen Grad hat er Recht. Wir haben bereits von äußeren Angriffen gehört, die sich auf die Aura negativ auswirken. Genauso kann andererseits eine verhätschelnde Treibhausatmosphäre geschaffen werden, die wohltuend auf die Aura einwirkt, doch die Bedingungen für ein Treibhaus sind überall gleich und für die Evolution nicht geeignet. Genauso, wie der Organismus von innen her entwickelt werden muss, unabhängig von den äußeren Bedingungen, genauso wachsen die Standhaftigkeit und das Wesen der Aura nur von innen. Strenge Bedingungen sind besonders für die Erweiterung der Aura vorteilhaft. Die Freigiebigkeit der schenkenden Hand hängt nicht von der Menge des Gegebenen ab. Ich seh’ einen jungen Gelehrten, der alle Vermächtnisse der Lehre des Ostens sammelte und sich sagte: Jetzt suche ich überall die Vorschriften des Lebens zusammen, lasse alle Lobpreisungen und Rituale beiseite, lasse die Zeitunterschiede und die Fehler der Verleumder und Übersetzer außeracht, da das Einfachste sich als das Wesentlichste erweist. Aus diesen Fragmenten werde ich ein einziges Leben zusammensetzen. Dies ist das Leben des Ostens, ungeachtet der Zusammenhanglosigkeit. Dieses Leben wird trotzdem weise und voller evolutionärer Taten sein. Warum sind alle Lehren in Asien entstanden? Welche Magnete haben dort die fortschreitenden Energien des Geistes gesammelt? Für einen Tornado bedarf es der Mitwirkung von oben und unten. Wo entspricht denn den Schwingen der Zukunft das Altertum am meisten? Das Alter von Atlantis kann einem außerplanetaren Flug entsprechen. Diese Tore sind so breit, dass das Weitere leicht eintreten kann.