Erleuchtung, § 317

1925 – IV – 15

Nun über die Eigenschaften der Strebsamkeit. Höchste Bestrebung ist jene nach Weltevolution. Gewöhnliche Bestrebungen kann man in finstere, schläfrige und wachsame unterteilen. Das Chaos finsterer Bestrebungen fügt dem Raum nur Schaden zu. Schläfriges Streben ist wie glosende Kohle. Wachsames Streben hingegen äußert sich in der Bereitschaft, das Neue jederzeit aufzunehmen. Ich sagte schon: ‘Verstehet zu wünschen‘ und so will Ich auch sagen: ‘Verstehet es, erwarten zu können. Verstehet es, die Eigenschaft des Erwartens zu läutern. Wie eine unauslöschliche Fackel traget die Erwartung durch den Sturm.‘ Die ureigene Eigenschaft der Strebsamkeit ist ihre Entwicklungsfähigkeit. Woher könnte diese Eigenheit stammen, wenn nicht von der Weltevolution? Derartiges Streben muss unser gesamtes Leben erfüllen. Unsere Arbeit bildet einen Pulsschlag der Taten, aus dem Zusammenspiel von Streben und Taten entstehen das Beste und zugleich das Schönste. Im Haus der Unentschlossenen sagt – Seid nach Weltevolution bestrebt!

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