1925 – IV – 14
Nun über die Eigenschaften der Tat. Eine unbedeutende Tat bedarf der Hilfe verschiedener ird’scher Hilfsmittel. Eine bedeutende Tat jedoch bedarf keiner Verstärkung durch ird’sche Hilfsmittel. Dies ist der erste Prüfstein einer Tat. Wenn ein Magier von einer ganzen Apotheke spricht, bedeutet dies, dass es sich bei seiner Tat um ein sehr kleines Vorhaben handelt. Die zweite Eigenschaft einer Tat ist die Beweglichkeit. Wie der Wirbel der Urmaterie, so muss eine wahrhafte Tat von Möglichkeiten erfüllt sein. Nur ein lichttragender Gedankenflug ermöglicht aufbauendes Handeln. Die dritte Eigenschaft einer Tat ist die Unverhofftheit. Jede Tat, welche Erstaunen hervorruft, ist die Folge eines plötzlichen Einfall’s. Die vierte Eigenschaft einer Tat ist die Unanfechtbarkeit. Nur diese Eigenschaft bewahrt die Tat vor abwertenden Angriffen. Die fünfte Eigenschaft einer Tat ist die Überzeugungskraft. So wie jeder Blitz unser Bewusstsein mit dem Kosmos verbindet, so muss jede Tat Staunen erwecken, wie das Aufblitzen eines Schwertes in der Sonne. Die sechste Eigenschaft einer Tat ist ihre Gesetzmäßigkeit. Nur im Wissen um die kosmischen Evolutionsgrundlagen ist eine Tat unbeirrbar. Die siebente Eigenschaft einer Tat ist ihre reine Ausführung. Auf diese Art kann man Schwerstes bewältigen ohne zu ermüden. Körperliche Taten und geistige Taten sind einheitlich aufzufassen, denn nach all dem bisher gesagten wird die Macht und Bedeutung der Gedanken noch immer nicht richtig eingeschätzt. Ich möchte Mich besonders an jene wenden, die nur an die Materie glauben: ‘Eure Gedanken sind mit den Ausstrahlungen der Nervenzentren gesättigt und ihrem spezifischen Gewicht nach schwerer als viele Mikroorganismen. Sind denn eure Gedanken keine Materie? Wie genau müssen wir unsere Gedanken abwägen! Wir sind für sie verantwortlich, genauso wie der Mensch, der Kohlenmonoxyd Gas missbraucht. Es ist einfacher, beim Denken mit der Materie zu beginnen. So wird die Lehre des Geistes neben jener der Materie stehen. Wer den Geist verneint, müsste auch die Materie verneinen!‘