Erleuchtung, § 273

1925 – II – 6

Als Ich sieben Diener auf den Markt schickte, um Weintrauben zu holen, was erlebte Ich? Der erste verlor das Geld, das man ihm gab. Der zweite tauschte es gegen einen berauschenden Wein ein. Der dritte versteckte es. Der vierte übersah, dass die Trauben noch nicht reif waren. Der fünfte prüfte ihre Reife und zerdrückte dabei die ganzen Trauben. Der sechste wählte klug aus, stieß jedoch an und ließ sie aus Unachtsamkeit fall’n. Der siebente jedoch brachte einen reifen Zweig und fand noch Blätter, um ihn zu schmücken. So beschritten sieben einen Weg zur gleichen Zeit. Befolgt das Gebot der Welterneuerung. Bringen wir beides, den Geist und den Körper dar, denn es gibt keine schönere Heldentat. Ich meine, dass wir jetzt die verworrenste Zeit durchleben. Die Vorboten der Ereignisse drängen sich vor den Toren. Ihr wisst, wie ein Schiff auf der Welle dahingleitet. Wahrlich, nicht das Gehör, sondern den Geist sollte man nähren.

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