1925 – II – 5
Ich will euch erzählen, wie die Streitfrage zwischen Buddha und Devadata entstand. Devadata fragte: ‘Womit wird jede Tat begonnen?‘ – Der Gesegnete antwortete: ‘Mit dem Unaufschiebbarsten, denn jeder Augenblick hat seine Notwendigkeit und dies ist die Rechtfertigung einer Tat.‘ Devadata fragte weiter: ‘Wie wird der Beweis der Notwendigkeit erbracht?‘ – Der Gesegnete antwortete: ‘Der Faden der Notwendigkeit zieht sich durch alle Welten, doch wer das nicht begriffen hat, ist schutzlos, wie vor Steinen in einer gefährlichen Felsschlucht.‘ So konnte Devadata den Wesenszug der Notwendigkeit nicht erkennen, und diese Dunkelheit verhüllte ihm den Pfad. Sogar ein feuriges Pferd spürt, selbst mit der Spitze seines Hufes, auf welchen Stein es zuerst treten muss. So muss man auch die jeweilige Reihenfolge von Beweglichkeit, Angemessenheit und Notwendigkeit spüren können. Viele Unserer geschichtlichen Aufzeichnungen werden für Überschriften alter Gesetzgeber gehalten. Oft erschwert sogar die Bezugnahme auf Christus oder Buddha die Leichtigkeit einer Aufnahme, doch Schriftzeichen auf einem unbekannten Stein lenken leichter ernsthafte Aufmerksamkeit auf sich. Ist es denn notwendig zu erklären, dass das beste Ergebnis dann erzielt wird, wenn der Funke des Geistes aufflammt? Denkt darüber nach, ob es besser ist, einen Namen zu erwähnen, oder nützlicher, das Wesentliche der Gebote aufzuzeigen. Denket daran, wenn ihr euch auf verschiedenen Pfaden befindet.