1924 – VIII – 4
Schafft euch keine Feinde – dieser Rat gilt für alle. Kennt eure Feinde, schützt euch und legt ihnen das Handwerk, aber seid nicht boshaft. Wenn ein Feind freiwillig zu euch kommt, gebt ihm Obdach, denn euer Dach ist groß, er wird gerne wiederkommen, ohne euren Platz einnehmen zu wollen. Sollte es euch schwerfallen, die empfundene Abneigung ihm gegenüber zu überwinden, so überdeckt diese mit einem strahlenden Lächeln. Eine empfundene Abneigung wegen alten Forderungen ist mit dem Plan des Herrschers wahrhaft unvereinbar, denn wenn die ursprünglichen Forderungen gegen den empfundenen Hass abgewogen werden, so wiegt letzterer schwerer. Im Namen der Entsprechung muss man für die Menschen die richt’ge Stelle finden, sonst werden wir mit derselben Stimme über das Zentrum des Planeten und einen Tintenfleck sprechen. Ein Musikstück, das in einer einzigen Tonart gespielt wird, ruft Abneigung hervor; deshalb ruf’n Wir auf, die Praxis der Entsprechung zu verstehen. Wenn ihr ein langes Gespräch über einen nichtigen Gegenstand verfolgt, so lenkt die Aufmerksamkeit des Gesprächspartners auf die Unzweckmäßigkeit des Nichtigen. Für viele Leute ist diese Belehrung erforderlich. Fürchtet euch nicht, wenn man euch als Spinner bezeichnet, denn euch wurde der Pfad enthüllt. Vergesset nicht, die Feinde zu loben, wo sie Lob verdienen, denn die Gegner sind Sprossen unseres Aufstieges. Lasst Uns das Gespräch über die Feinde beschließen.