1924 – VI – 13
Eine Legende über Buddha: Ein rechtschaffener Mensch wollte Buddha seh’n und lenkte seine Aufmerksamkeit auf verschiedene Gegenstände. Er begriff die Weisheit der heiligen Bilder nicht, und seine Augen durchdrangen nicht die Gegenstände der Verehrung. So trat auch keine Erscheinung ein. Endlich, als er sich im Gebet verneigte, spürte der Suchende, wie der Faden eines Spinngewebes sich auf seine Stirn herabließ. Er wischte ihn weg. Da ertönte eine klare Stimme: ‘Warum weist du Meine Hand zurück? Mein Strahl folgt dir, gestatte Mir, dich zu umarmen.‘ Darauf begann in dem Menschen die Sonnenschlange zu erzittern, und er fand den weggeworfenen Faden. In seinen Händen verwandelte sich dieser in vierzig Perlen, und jede trug das Antlitz Buddhas. In der Mitte befand sich ein Stein mit der Inschrift: ‘Tapferkeit, Verzweiflung, Freude.‘ Der Nachfolger Buddhas empfing die Freude, denn er kannte den Weg zu ihr. Ich gedenke der Flügel. Die Werke sind wahrlich beflügelt. Die Rosse durcheilen den irdischen Raum und tragen mit dem Wind das schöpferische Streben. Auf in den Kampf! Wahrlich, majestätisch ist das Bild des Ozeans des Geistes. Es erschallt und klingt der Ruf und jene, welche die Waffe des Geistes in Empfang genommen haben, streben zum Altar, denn die ‘Tochter der Welt‘ hat ihr geistiges Kleid vollendet. Zum Kampf, zum Kampf, zum Kampf! Ich höre den Ruf und neige das Haupt vor dem Befehl des Gesegneten Herrn.