Erleuchtung, § 134

1924 – IV – 7

Das Brechen der Strahlen ergibt Klänge, die in die Symphonie der Sphärenmusik eingehen. Man kann sich die kristalline Eigenschaft der Feinheit wie die Macht des Wirbelwindes vorstellen. Im Gehirn befindet sich ein Zentrum, das man die ‘Glocke‘ nennt. Wie ein Resonator sammelt es die Symphonie der Welt und kann die tiefste Stille in einen Akkord verwandeln. Man sagt: ‘Wer Ohren hat, der höre.‘ So wird auch das Rückenmark die ‘Lanze‘ genannt, denn wenn wir die Schläge abwehren, müssen wir diesen Kanal anspannen. Die Zentren der Schultern werden ‘Flügel‘ genannt, denn bei einer selbstaufopfernden Heldentat verstärken sich die Strahlen. Die Legende von den Schwingen ist sehr bildhaft. Ebenso war es bei den Vorfahren üblich, auf der Brust ein rundes Metallschild zu tragen. Der Scheitel wird ‘Brunnen‘ genannt, denn die Wellen fremder Einflüsse dringen in dieser Richtung ein. Überall seh’n wir im Altertum bedeckte Köpfe, die mit dem Symbol des Priesters zusammenhängen, die jetzt durch Namen von Firmen ersetzt werden. So geistig glatzköpfig sind die Menschen geworden. Lasst Uns mit einer Botschaft an die Neuankommenden schließen: Es gibt für euch so viel zu lernen, um die Weisheit der Ruhe und der Tat zu erlangen. Man muss die Masken von den Gesichtern reißen und es verstehen, bei jeder Tat als Panzer Meinen Namen zu gebrauchen. Ich werde in das von Mir bestimmte Land kommen und in die Morgendämmerung hineinleuchten. Man darf nicht verschlafen. Lernt es deshalb, feinfühlig zu sein, und haltet das lichte Kleid um euch bereit. Wenn ihr aber müde werdet, denkt daran, dass Wir keine Untätigkeit kennen. Seid bemüht, euch dieselben Eigenschaften anzueignen, und liebet Blumen und Töne. Schreitet wie Löwen einher, doch beschützet die Kleinen, denn sie helfen euch, Meine Tür zu öffnen. Habt Verständnis!

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