1924 – IV – 6
Da Unsere Schüler den Mikrokosmos der Bruderschaft in sich tragen, gibt es kein gleichgültiges Verhalten ihnen gegenüber. Man entdeckt in ihnen sogar Einzelheiten Unseres Wesens, beispielsweise die Endlosigkeit der Arbeit sowie das Gefühl der Unendlichkeit in Bezug auf Wissen; die Einsamkeit und das vorübergehende Dasein auf der Erde; das Verständnis für die Bedeutung der Freude; den Sinn für die Erkenntnis der Möglichkeiten, denn die besten Pfeile erreichen selten das Ziel. Wenn Wir aber die Herzen der Menschen seh’n, die zu demselben Garten hinstreben, wie soll man da keine Freude empfinden! Furchtlosigkeit vor der endlosen Arbeit ist besonders wichtig. Es ist wahr, im Bewusstsein der unbegrenzten Möglichkeiten des menschlichen Apparates wird einem leicht ums Herz. Die Schlange des Sonnengeflechtes hilft die Verwirrung der Zentren zu überwinden. Deshalb war die Schlange das Symbol der Herrscher. Wenn sich die Ringe der Schlange zu winden beginnen, wird der Organismus besonders empfindlich. Die Lebensausstrahlung der Blumen wird von den weißen Blutkörperchen, welche die Zitadelle der Sonnenschlange verteidigen, aufgenommen. Wie die Schlange in der Natur die Blumen liebt, so nährt sich auch die Schlange des Sonnengeflechtes von ihnen. Auch die Schweine treten auf Blumen herum, doch ohne Nutzen für sie. Man kann ohne Gebrauch der Lebensemanation an den besten Heilmitteln vorbeigehen. Daher kommt Unser Wunsch, Blumen nicht zu pflücken, sondern leben zu lassen. Vermeidet deshalb Schnittblumen!