Erleuchtung, § 129

1924 – IV – 2

So, wie Wir über euch wachen, so verfolgen Wir auch eure Entwicklung. Wir hüten die Kinder der ganzen Welt von der Wiege an und erwägen ihre besten Gedanken. Natürlich, nicht jeder Geist erreicht Vollkommenheit, und die Zahl der Abgefall’nen ist groß, doch Wir freuen Uns über jeden reinen Gedanken wie über einen schönen Garten. Wundert euch deshalb nicht, wenn ein Großer Lehrer einfache Sätze wiederholt. Durch das Einprägen solcher Gedanken stärken Wir die schöne Blume des Geistes. Deshalb pflegen Wir neben den großen kosmischen Entdeckungen und dem Weltgeschehen auch behutsam die Blumen des Geistes. So vielseitig ist die Arbeit Unserer Bruderschaft. Es gibt einen Gedanken, der in das Innere führt, ohne dass die Oberfläche des Geistes schwankt. Ein anderer Gedanke fliegt wie ein Geschoß mit explosiver Ladung in den Weltenraum. Ein Strahl begleitet das fliegende Geschoß. Jeder Geist weiß, wann ein Gedanke wie ein Bumerang fliegt. Besonders erwünscht ist es, dass der Gedanke eine eigene Färbung erhält, doch geöffnete Zentren geben dem Gedanken nicht nur eine Färbung, sondern umhüllen ihn mit der Farbe des Menschen; dann tritt die wirkliche Individualität in Erscheinung. Nicht nur der Inhalt des Gedankens färbt ihn, sondern alles Gesandte wird von der Farbe der Individualität durchdrungen. So wird auch physikalisch ein Strahl gebildet. Das Wahrnehmen eines Regenbogens ist das beste Beispiel. Jede Andeutung ähnlich einem Regenbogen weist auf die Entwicklung des dritten Auges hin.

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