Urusvati hat seit langem erahnt, Wer das Haupt der Bruderschaft ist. Man kann eine lange Reihe von Leben und von Aufenthalten in der Feinstofflichen Welt verfolgen, doch bei all ihrer Verschiedenartigkeit wird man immer eine einzige grundlegende Aufgabe des Daseins feststellen können. Desgleichen kann man sehen, dass irdische Tempel und Festungen eingestürzt sind, doch dass die Ideen, die sie geschaffen haben, nicht vergehen. Diese Ideen nähren nicht nur ganze Geschlechter, sondern erblühen sogar nach Jahrhunderten herrlich in neuem Verstehen. Wir messen einer scheinbaren Erschütterung des Fundaments keine Bedeutung bei, wohl wissend, dass die innere Grundlage eben unerschütterlich ist. Man kann eine Reihe von Inkarnationen miteinander vergleichen und sich über die Verschiedenartigkeit ihrer äußeren Form sehr wundern: Herrscher, duldender geistiger Lehrer, Held, Einsiedler, Führer von Völkern, weiser Regent, Monarch, Philosoph und schließlich, in der Feinstofflichen Welt, Arzt und Heiler irdischer Völker. Es wäre zu langwierig, alle vergangenen Leben aufzuzählen, doch immer walteten dasselbe Dienen und dieselbe Zielsetzung. Beim Dienen in der Feinstofflichen Welt herrscht mehr Ungestörtheit, da es möglich ist, sich in einem festgesetzten Kreis zu bewegen, in dem die Energie nicht ziellos beansprucht wird. Auf der Erde indessen ist das Dienen bedrückend, da weniger eine fortschreitende als eine verteidigende Energie erforderlich ist. Man muss sich im Verlauf von Jahrhunderten dazu erziehen, die Energie nur dort auszugeben, wo sie nützlich sein kann. Erinnert euch doch daran, dass jedes Aussenden von Energie mit einem auf das Wohl gerichteten Ziel eine gute Wirkung zeitigt. Wir haben die Ruinen ehemals heiliger Stätten, die Wir selbst einst errichtet hatten, aufsuchen müssen. Es gibt ihrer viele in Ägypten und Griechenland, wie auf der ganzen Erde. Doch Wir wissen, dass die Mauern ihren Dienst erfüllt haben und jetzt nicht mehr gebraucht werden. Ungeachtet dessen verliert die innere Grundlage ihre Lebenskraft nicht – so sprechen Wir, die Wir viel erfahren und gesehen haben. Die Menschen begreifen oft nicht den engen Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Zukunft. Unsere Wohnstatt hütet so viele Beispiele Großen Dienens, dass man bezeugen kann, wie lebendig alle erbrachten Opfer sind. Inmitten all Unserer Arbeiten vergessen Wir jene nicht, die ein herrliches Opfer dargebracht haben.