Urusvati hat die klingende Stille erfahren. In der Stille vollziehen sich große Erscheinungen. Gleichzeitig, so wurde gesagt, kann die Stille lauter als ein Donner sein. Man muss die lebendige Stille, die voller überirdischer Harmonien ist, von einer Totenstille unterscheiden, die eintritt, wenn die Verbindung zu den Höheren Welten abgebrochen ist. Man muss verstehen, dass der Puls des Blutes und die Schwingungen des Gehirns nichts mit Überirdischen Klängen gemein haben. Die Menschen verstehen nicht, dass Ohrgeräusche keine Errungenschaft darstellen. Entweder verneinen sie alles oder schreiben alles sich selbst als eine höhere Errungenschaft zu. Die Klänge der Stille jedoch erklingen als mächtige Akkorde, die alles Existierende erfüllen. In solchen Harmonien lebt Freude. Man muss bereits auf die ersten Klänge hören. Mitunter erfüllen sie den Raum wie klingende Saiten. Manchmal ähneln sie einem vielstimmigen Chor. Bisweilen gleichen sie einer erhabenen Symphonie. Doch dann wiederum kann man den Gesang einer einzigen Stimme vernehmen. Auf solche Weise lässt sich die Sphärenmusik wahrnehmen. In jedem Augenblick erklingt der Raum in einem bestimmten Rhythmus. Der Denker verstummte mitunter mitten in einem Gespräch, horchte und sagte dann: ‘Wie herrlich klingt die Überirdische Welt!’