Bruderschaft II, § 889

Urusvati weiß, welches das Wesen der Selbstverfinsterung ist. Mit Bedauern wenden Wir Uns den Menschen mit einem schwachen Willen zu. Sie hatten in der Überirdischen Welt bereits viele Aufspeicherungen gesammelt und hätten sie im irdischen Alltag anwenden können, doch besondere Umstände zertraten die besten dieser Blumen der Überirdischen Welt. In solcher Not brach der Wille und verfiel schändlicher Ängstlichkeit. Solche Menschen, die ängstlich und ziellos herumtreiben, schämen sich jeder Erinnerung an ihre früheren Aufspeicherungen. Daraus werden dann schädliche Verneiner, die unter Umständen schädlicher als andere Unwissende werden können. Jeder gute Beobachter wird solche Nervenkranken im Leben antreffen können. Es ist gerade der innere Zwist, der diese Menschen zum Zerfall führt. Wenn ihr solchen Seelenkranken begegnet, so verhaltet euch mitfühlend ihnen gegenüber. Gewiss sind sie an ihrem Zerfall selbst schuld, doch oft hat das Familienleben ihren ohnehin schwachen Willen erstickt. Versteht sie als Kranke. Versucht nicht, sie in strenger Form zu verurteilen, da ihr sie damit nur erbittern werdet. Mögen sie den schweren Weg der Erkenntnissuche von neuem gehen. Mögen sie sich in der Überirdischen Welt mit einem festen Willen bevorraten. Der Denker sprach: ‘Hütet euch vor Verfinsterung, denn Finsternis ist ansteckend.’

‹ § 888 · Inhaltsverzeichnis · § 890 ›