Urusvati weiß, welches das Wesen der Selbstvernichtung ist. Gewisse Zweibeiner, die sich auf die irdisch-körperliche Welt begrenzen, meinen, die Selbstvernichtung sei ein körperlicher Mord. Eine andere, weitaus schlimmere Form der Tötung, die psychische, vermögen sie sich nicht vorzustellen. Nur wenige haben verstanden, dass Selbstvernichtung vor allem in psychischem Mord besteht. Gewiss ist die Menschheit in einer überaus gefährlichen Situation begriffen. Die Menschen töten den Geist und berauben sich dadurch der psychischen Energie. Es ist nahezu unvorstellbar, wie krank die Menschheit ist, und diese Epidemie breitet sich über den gesamten Planeten aus. Gegenden mit großer Bevölkerungsdichte sind von der Epidemie der Selbstvernichtung besonders betroffen. Die Menschheit denkt nicht darüber nach, in welcher Weise diese Epidemie in der Überirdischen Welt hervortreten wird. Die Religionen haben die Bedeutung der Ethik nicht begründen können; jetzt sind sie unfähig, eine Verbindung zur Wissenschaft zu finden. Die große Einheit ist durch eine erbärmliche Teilung ersetzt worden, doch ist jede Zersplitterung ein Zeichen von Kraftlosigkeit. Wohin denn soll sich die umherirrende Menschheit wenden? Sie bedarf vor allem des Arztes und des Lehrers. Diese vermögen sie vor der Gefahr zu warnen, die gewiss groß ist! Der Denker sprach mit Bedauern: ‘Es ist entsetzlich, die Menge derjenigen ansehen zu müssen, die sich in Selbstvernichtung dahinschleppen.’