Bruderschaft II, § 863

Urusvati weiß, welches das Wesen des Annehmens ist. Ich habe bereits auf die Aufnahmefähigkeit, die Duldsamkeit und das Verstehen hingewiesen, doch sollten solche Eigenschaften durch die Fähigkeit des Annehmens gekrönt werden. Synthese vermag sich nur auf dem Boden des Annehmens zu entwickeln. Was aber ist Annehmen? Bei der Erweiterung des Bewusstseins muss sich auch ein Annehmen des Erkannten einstellen. Es wird wie von selbst kommen und unverrückbar sein. Mit einem solchen Vorrat versehen wird der Wanderer die Überirdische Welt lichtstrahlend betreten. Lichtstrahlend deshalb, da sich sein inneres Licht verstärken wird. Ebenso wird ein vorsorglicher Wanderer in der Mehrzahl der Fälle ein feinfühliges Bewusstsein wahren und daher keiner Erholung in Untätigkeit bedürfen. Gewiss können Krankheitsfälle eintreten, bei denen eine besondere Erholung notwendig ist, doch in einer solchen Situation wird der Schatz des Annehmens die Frist äußerer Untätigkeit verkürzen. Der lichtvolle Tatmensch strebt in die Zukunft, und auf allen Wegen denkt er über schöpferisches Tun nach. Der Magnet seines Herzens wird die Anziehung zum Kosmischen Magneten finden und sie auf das Gedankenschaffen richten. ‘Herrlich ist die Errungenschaft des Gedankenschaffens’, so sprach der Denker.

‹ § 862 · Inhaltsverzeichnis · § 864 ›