Urusvati weiß, welches das Wesen der Erholung ist. Wir haben bereits davon gesprochen, dass Erholung im Wechsel der Arbeit liegt, doch muss man auch noch andere nützliche Formen der Erholung im Blick haben. Solche sind: der Verkehr mit der Überirdischen Welt, Bereicherung des Wissens, Betrachtung der Schönheit der Natur und menschlicher Werke. Die einen bezeichnen eine solche Erholung als Bewusstseinserweiterung, andere als Befreiung von Egoismus, dritte als Sieg des Geistes, und alle werden Recht haben. Die durch hochstehende Wahrnehmungen vermittelte Begeisterung vermag das Leben umzuwandeln, wenn der Mensch fähig ist, solche heilkräftigen Schwingungen in sich zu bewahren. Leider sind die Menschen überaus selten in der Lage, solche wahren Werte zu nutzen. Gewöhnlich hindert wütende Bosheit daran, das Allerschönste zu bemerken. Statt vorbestimmte Erholung zu erfahren, versenkt der Mensch sich in Gereiztheit und schadet damit nicht nur sich selbst, sondern auch der gesamten Umgebung. In den Schulen muss erklärt werden, worin eine Erholung besteht, die der Gesundheit des Geistes und des Körpers dienlich ist. Mögen die jungen Erbauer des Lebens das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Erholung finden. Mögen sie die Zeit finden, um über die Überirdische Welt nachzudenken. Vielleicht werden sie mit einem spöttischen Lächeln beginnen, doch dann wird einfache Logik sie dazu veranlassen, tiefer darüber nachzudenken. Vielleicht wird ihr Denken zu Beginn von der Astronomie, Chemie oder einem beliebigen Zweig der Physik ausgehen und dabei auf etwas ihnen Unbekanntes stoßen. Besonders jetzt, da die Menschen über die Energien nachzudenken beginnen, kann man erwarten, dass wissbegierige Geister die Weite der Möglichkeiten verstehen, die das Denken umgestalten können. Doch sind die Menschen von der Freiheit des Denkens weit entfernt. Möge das Denken die unterdrückten Sklaven befreien. Der Denker sprach: ‘Die Arbeit ist die Befreierin, der Gedanke jedoch der Wegführer.’