Urusvati weiß vom Wesen des Vergessens. Weise sagen: ‘Nichts vergeht, und alles hat seine Ursache.’ Wenn etwas in die Tiefe des Bewusstseins versank, so bedeutet dies, dass es auch einen Grund dafür gab. Forschen wir nach, und dann können wir feststellen, dass das Vergessen heilsam war. Die Menschen sind erstaunt, weshalb lang Vergessenes unerwartet aus dem Bewusstsein auftauchen kann. Doch auch dafür gibt es einen Grund. So kann es sein, dass unerwartete Schwingungen eine schlafende Erscheinung weckten oder der Mensch etwas vor langer Zeit Durchlebtes erkennen musste oder die Überirdischen Führer es für notwendig erachteten, den Menschen an seine Verantwortung zu erinnern. Natürlich haben Wir nicht die schändliche Vergessenheit im Blick, die aus Disziplinlosigkeit erwächst. Wir sehen solche Disziplinlosigkeit als eine gefährliche Untugend an. Die Kinder müssen vor der Möglichkeit, in Disziplinlosigkeit zu verfallen, bewahrt werden. Die Menschen berufen sich oft auf ihre Vergessenheit, ohne zu wissen, welcher Untugend sie sich damit anklagen. Vergessen ist hingegen ein Naturgesetz, es sammelt Schätze im Bewusstsein und bewahrt sie behutsam bis zur vorbestimmten Stunde. Wahrlich, es ist dem Menschen nicht möglich, sich aller Einzelheiten der Vergangenheit zu erinnern, erst in der Überirdischen Welt werden sie zu Rettern oder Anklägern. Es ist nicht möglich, jede kleine Einzelheit zu verurteilen oder anzuerkennen. Der Tatmensch strebt voran, und sein Vergessen ist für ihn nur ein Bewahren von Schätzen. Er weiß, dass die Stunde kommen wird, da der Blitz der Erleuchtung aufflammen wird. Wir schätzen es, wenn ein Tatmensch über angesammelten Besitz verfügen kann. Wir sind bereit, dabei zu helfen, die notwendigen Schwingungen aus der Schatzkammer hervorzurufen. Der Denker sprach: ‘Auch das Vergessen nehme ich als ein Geschenk an.’