Bruderschaft II, § 833

Urusvati weiß von der Wirkung des Sieges über die Sorglosigkeit. Sorglosigkeit verursacht großen Schaden. Die Menschen versuchen, sich hinter offenkundig scheinheiligen Begriffen zu verstecken, nur um die ihnen so teure Sorglosigkeit bewahren zu können. Die Menschen sind bereit, sie mit dem Glauben zu vergleichen. Hinterlistig werden sie sagen: ‘Wenn wir Glauben haben, wird sich das Übrige fügen.’ Auf diesem Wege meinen die Menschen, sich ihre faule Sorglosigkeit zu schaffen. Sie werden jedoch sehr bekümmert sein, wenn man ihnen sagt, dass Besorgtheit und ständige Bestrebung geboten worden sind. Wie soll man diesen Menschen sagen, dass die Überirdische Welt von unüberwindlichem Streben erfüllt ist? Wie soll man genügend Beispiele dafür anführen, worin sich Sorglosigkeit in der Überirdischen Welt verwandelt? Es ließe sich das Beispiel eines Trunksüchtigen beibringen, der seinen Weg verloren hat; sinnloses Umherschweifen wird die beste Beschreibung seines Zustandes sein. Man könnte fragen, wie das zeitweise Zurücknehmen des Denkens zu verstehen sei, welches von Uns zugestanden wird. Dieses jedoch stellt keine übliche Gedankenlosigkeit dar, sondern eine Erneuerung der Kräfte, niemals aber Sorglosigkeit. Die Menschen verstehen nicht, dass die Erneuerung von Energie eine unerlässliche Bedingung der psychischen Weiterentwicklung darstellt. In dem Augenblick, da das Denken zeitweilig zurücktritt, verliert der Mensch die Verbindung mit dem Führer nicht, und sein Bewusstsein schläft nicht ein, sondern schärft sich sogar in der Bereitschaft zu neuen Wahrnehmungen. Viele Energien können entweder wie eine undurchdringliche Wand erscheinen oder sich als gesegnete Flügel offenbaren. Mögen die höheren Energien den Menschen offen für ihre Wahrnehmung vorfinden. Der Denker riet: ‘Habt unter euren Freunden keine sorglosen Menschen.’

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