Bruderschaft II, § 825

Urusvati weiß von der Macht des Sieges. Möge es ein guter Sieg sein, denn durch ihn entflammen die Feuer des Herzens in Schönheit. Je geringer die Selbstsucht, desto heller leuchten die Feuer. Man wird sagen: ‘Doch nicht jedem ist es beschieden, einen Sieg zu erringen.’ Doch, Freunde, jeder vermag ruhmreichen Sieg erringen. Siege werden nicht nur auf bestimmten Schlachtfeldern errungen. Jeder ist in der Lage, seine Gewohnheiten zu überwinden und dadurch die Feuer seines Herzens zu entzünden. Die Überwindung der Gewohnheiten wurde im Altertum als Öffnung des Überirdischen Tores bezeichnet. Wahrhaftig, die irdischen Gewohnheiten können besonders auf den überirdischen Wegen Schaden verursachen. Selbst harmlose Gewohnheiten vermögen einen ganzen Kult von Sklaverei zu schaffen. Ein freier Mensch wird nicht durch Gewohnheiten gefesselt sein. Er ist in der Lage, sich beliebigen Bedingungen anzupassen und wird den gestrigen Tag nicht bedauern, denn in Freiheit hat er seine Hindernisse überwunden. Der Mensch hat sich selbst einen Berg nichtigster Gewohnheiten geschaffen, ohne zu merken, dass er von diesen Gewohnheiten und Vorurteilen unterjocht ist. Kann er in solchen Ketten in die Überirdische Welt eilen? Kann er frei und freundschaftlich neue Gefährten treffen, wenn er vom Abfall des gestrigen Tages überhäuft ist? Man muss erkennen, dass die meisten der nichtigen Gewohnheiten im Leben nur Unrat darstellen. Der siegreich Voranschreitende wird nicht vom gestrigen Alltag träumen. Frei strebt er zu neuem Schaffen. Der Denker sprach: ‘Komm herbei, Sieg, und befreie uns von den Ketten der Sklaverei.’

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