Bruderschaft II, § 823

Urusvati weiß von der Macht der Freude. Jede einfache Freude, selbst die alltäglichste, hebt die Schwingungen. So kann man verfolgen, um wieviel stärker sich ein freudvoller Mensch erweist. Besonders machtvoll ist die Freude, wenn sie auf die Erkenntnis der Überirdischen Welt gegründet ist. Es muss verstanden werden, dass eine solche Erkenntnis nicht bedeutet, ein Mensch solle ständig in Worten an die Überirdische Welt denken. Das Bewusstsein muss in einem solchen Maß mit dem Überirdischen vertraut sein, dass ein hingebungsvolles Herz gar nicht anders leben kann. Unerfahrenen Menschen gereicht der Zwang, den sie auf ihr eigenes Bewusstsein ausüben, zum Hindernis. Man darf das Bewusstsein keinesfalls zwingen, sich dem Überirdischen zu nähern. Das Bewusstsein kann nur schrittweise mit den Gesetzmäßigkeiten der Feinstofflichen Welt bekanntwerden. Möge ein Lehrer fähig sein, seinen Schülern von den ersten Jahren an eine Erkenntnis von der Macht der feinstofflichen Energien zu vermitteln. Möge er die jungen Menschen auf beliebigem Wege an diese Dinge heranführen. Wem die Astronomie oder die Kosmographie näher stehen, der möge damit beginnen. In allen Wissenschaften kann man zum Höchsten streben. Nur ein verwirrtes Denken ist imstande, die Erkenntnis zu beschränken. Lernt daher zu denken. Erkennt die Freude des Denkens. Lernt, in jeder beliebigen Lebensform erfolgreich zum Ozean der Freude zu streben. Der Denker wies darauf hin, dass die Freude in ihrer Kraft der Liebe gleicht.

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