Urusvati hat die Hymnen der Natur vernommen. So nennen Wir die Harmonien, die bei der Überwältigung der Finsternis aufkommen. Sie sind beinahe das gleiche wie die Sphärenmusik, gehören aber mehr der Erde an als den höheren Räumen. Die Menschen wehren jede Erwähnung der höchsten Harmonie ab. Erklingt sie ihnen dennoch, so gestehen die Menschen sich eher ein Ohrenklingen ein. Viele, die sich selbst für Okkultisten halten, verschließen sich fest vor den natürlichen Wahrnehmungen. Die Mehrzahl der Bücher führt sie in die Irre, indem sie ihnen irgendwelche Formeln vorschreibt, die irgendwann einmal für ganz andere Zwecke aufgestellt worden sind. Oft ziehen Wir es vor, fortschrittlichen Menschen zu begegnen, die nicht mit unanwendbaren Formeln vollgestopft sind. So hören jene die Sphärenmusik oder die Hymnen der Natur, die ein in Liebe angespanntes Herz haben. Wer Formeln über das Herz, über die Liebe, über das Mitleid fordert, öffnet sein Ohr für die höchsten Harmonien nicht. Glaubt nicht, dass wir die Bücher und die Arbeit derjenigen verwerfen wollten, die das Universum zu verstehen suchen – keineswegs. Wir möchten nur nicht, dass solche Erkenntnisbemühungen in ungekonnter Weise auf das Leben angewandt werden. Unsere Anhänger ähneln nicht denen, die sich der volkstümlichen Unterhaltung widmen. Wer sich Unserer Gemeinschaft anschließen will, möge öfter Zwiesprache mit dem Herzen halten und Uns über das Herz Rufe zusenden, auch wenn sie schweigender Art sein sollten. Manchmal werden solche Rufe als gedankenlos bezeichnet, da sie sich bereits ohne Gedanken über das Gefühl äußerten. Die Grenze zwischen Denken und Fühlen ist sehr gewunden, und dennoch versteht ihr solche Grenzen, die wie die feingeschliffenen Facetten eines einzigen Edelsteins sind. Nur das Licht vermag solche Facetten darzustellen, und das Licht des Herzens wird gerade eine solche klare Offenbarung des Edelsteins sein. Man könnte annehmen, dass dies alles sehr kompliziert sei, doch tatsächlich lässt es sich in den kurzen Worten zum Ausdruck bringen: ‘Ich liebe Dich, Herrscher!’ Und darin liegt die Verbindungslinie zu Uns. Solch eine Verbindung ist bei weitem stärker als die Bitte: ‘Hilf mir, Herrscher!.’ Wir wissen selbst, wann geholfen werden kann, doch leicht fliegt die Hilfe auf den Schwingen der Liebe. Sie entgeht den widrigsten Hindernissen. Lasst uns einander lieben.