Bruderschaft II, § 754

Urusvati weiß, wie schmerzlich sich gewisse Laute bei einer Gedankenübertragung auswirken können. Dabei lässt sich feststellen, dass mitunter großer Lärm leichter vertragen wird als kleine, schrille Ausrufe. Man sollte meinen, solche Erscheinungen bedürften der Erforschung, doch wie und wo findet man Ärzte, die eine sich vollziehende Transmutation des Organismus aufmerksam beobachteten? Der Arzt sollte für das Verständnis solcher Erscheinungen offen sein, doch viele Ärzte unterbinden allein durch ihre Anwesenheit schon jegliches Inerscheinungtreten der psychischen Energie. Man muss sich dessen bewusst sein, dass es viele solcher toten Verneiner gibt, besonders unter den sogenannten Gelehrten. Statt die Gefühle zu verfeinern, töten sie sie in nicht wiedergutzumachender Weise. Wie könnten sie bei Gedankenübertragungen anwesend sein? Wie könnten sie den Zustand des Organismus erforschen, der ferne Ströme empfängt? Dennoch wird man solche verfeinerten, objektiven Beobachter finden können, die nicht nur nicht stören, sondern die Erscheinung sogar verstärken. Möge das Denken zu psychischen Beobachtungen streben. Bei solchen Forschungen werden die Menschen einander unwillkürlich näher kommen und zu nützlicher Zusammenarbeit zusammenfinden. Mögen sie gedanklich in der Überirdischen Welt reisen. Wenn die ersten Reisen noch primitiv sind, darf das nicht bekümmern. Hilfe wird eintreffen, wenn das Bestreben nur aufrichtig ist. Der Denker sprach: ‘Wann nur werden Ärzte auftreten, die den Menschen erkennen?’

‹ § 753 · Inhaltsverzeichnis · § 755 ›