Urusvati versteht den Schaden eines nachtragenden Denkens. Solch eine Eigenschaft kann sich nur unter irdischen Beschränkungen entwickeln. Stellt euch Unser Leben mit seiner klaren Einsicht in frühere Existenzen vor, und dann wird solch eine Eigenschaft wie die Rachsucht sich als gänzlich unmöglich erweisen. In jedem Leben wird es viele Anlässe zur Rachsucht geben. Doch summiert man sie für viele Leben auf, so wird sich eine lange schwarze Schleppe ergeben, und mit solch einem Anhängsel wird man nicht weit kommen. Beobachtet, wie sehr jene Menschen sich schaden, die sich selbst auf eine einzige Existenz begrenzen. In den verschiedensten Bereichen errichten sich die Menschen Schranken. Wenn Wir die Menschen in die Zukunft lenken wollen, begreifen sie überhaupt nicht, wie man an eine solche zukunftsgerichtete Denkweise herangehen sollte. Der eine meint, er sei für immer an einen einzigen Ort gebunden; ein anderer redet sich ein, dass er bei einer einzigen Arbeit bleiben solle; ein dritter ist davon überzeugt, dass er eine Umstellung nicht ertragen könne; einem vierten schließlich dünkt es, dass er an der ersten Krankheit sterben müsse – so denkt sich jeder seine Fesseln aus, ohne zu wissen, dass er bereits in den vergangenen Leben alle Arten der Existenz durchlebt hat. Ein solchen Bedingtheiten unterworfenes Leben bei völliger Unwissenheit über die Vergangenheit verleiht keine Möglichkeit, über die Zukunft nachzudenken. Die Menschen verlassen die Erde, ohne daran zu denken, dass sie dorthin zurückkehren müssen. Wenn sie sich jedoch wenigstens teilweise der Vergangenheit erinnerten und es lernten, über die Zukunft nachzudenken, so würden sie sich vor vielen Irrtümern bewahren. Nicht die Furcht vor der Hölle, sondern der Wunsch nach Vervollkommnung führt die Menschen zur Verbesserung des Lebens. Wir leben in der Zukunft, wir kennen die Vergangenheit, Wir fürchten nicht die Unbegrenztheit und erwarten jede Vorwärtsentwicklung. Die Zukunft ersteht vor uns als erhabene Wirklichkeit. Nur eine feine, verschlossene Tür trennt uns von der Zukunft, die bereits durch jeden unserer Atemzüge ihre Form annimmt. Wenn das Bewusstsein in die Zukunft übertragen wird, kann man dann noch nachtragend sein? Es sollte nicht einmal Zeit für solch eine Schmähung übrig sein. Die Menschen sollten von dem unabänderlichen Gesetz wissen und sich nicht mit ihrem menschlichen Bewusstsein in das Karmagesetz einmischen. Auf diese Weise lernen wir, nicht nur im feinstofflichen Körper zu fliegen, sondern auch im Bewusstsein. Lasst uns verstehen, dass jeder Augenblick bereits der Vergangenheit anheimfällt, doch uns ist die Zukunft gegeben. So raten Wir jedem, der Unsere Wohnstatt liebt.