Bruderschaft II, § 705

Urusvati weiß, wie behutsam man die psychische Energie verwenden muss. Sogar sehr erfahrene Tatmenschen wurden schuldig, indem sie die psychische Energie in übermäßiger und gar in gewissem Sinne verbrecherischer Weise verausgabten. Man darf sich nicht wundern, dass die unerschöpfliche psychische Energie einer sehr behutsamen Einstellung ihr gegenüber bedarf. Man muss verstehen, dass die Unerschöpflichkeit der räumlichen Energie mit den Energien des Menschen in Übereinstimmung gebracht werden muss. Einmal verausgabt, kann sie nicht so bald mit der Höchsten Lenkung vereint werden. So muss man bei jedem Prozess an Angemessenheit und Zweckmäßigkeit denken. Gewöhnlich suchen die Menschen diese Begriffe als abstrakt zu bezeichnen, wobei sie vergessen, dass es im Weltall nichts Abstraktes geben kann. Mögen die Menschen daran denken, dass sie nicht nur in ständiger Gefahr leben, sondern auch ihre Teilnahme am Überirdischen nichts Abstraktes ist. Solch einfacher Erinnerungen bedarf es nicht nur auf den ersten Stufen, sondern ständig. Der Denker riet an, sich nicht frei von Gefahren zu sehen, denn jeder, der sich auf den Lehrer verlasse, höre bereits auf, ein wahrer Mitarbeiter zu sein. ‘Schönheit lebt in bewusster Zusammenarbeit.’

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