Bruderschaft II, § 700

Urusvati weiß, dass jeder Aufruf zu einer Erneuerung des Lebens die Hinwendung zur Frau und zur jungen Generation miteinschließen muss. Einige meinen, diese Bewegungen stünden bereits fest und entwickelten sich erfolgreich, doch gewiss befinden sich die Lage der Frau und die Erziehung der jungen Generation in einem unbefriedigenden Zustand. Nur eine kleine Zahl von Frauen bezieht das Prinzip der Gleichberechtigung auf sich selbst, und in den meisten Schulen werden die Grundlagen eines gesunden Lebens nicht unterrichtet. Die Evolution kann jedoch nicht erfolgreich verlaufen, wenn zwei ihrer wichtigsten Grundlagen keine Anwendung finden. Man darf nicht glauben, die Evolution verlaufe unter beliebigen Bedingungen. Sie wird verzögert, und kostbare Energie wird ungenutzt verfließen. Die Welt erschaudert bereits vor den entsetzlichen Erscheinungen des Harmagedon, und dennoch wird das Leben noch missgestalteter und widernatürlicher. Die Menschen nehmen an, sie arbeiteten für irgendwelche höheren Ideen, doch beweist ihr Tun das Gegenteil. Man kann im heutigen Leben genau dieselben, noch nicht verheilten Wunden wiederfinden, welche die Menschheit bereits vor Tausenden von Jahren belastet haben. Dies darf keinesfalls mit unerträglichen Daseinsbedingungen gerechtfertigt werden, wenn sich nicht jeder einzelne Mensch selbst bemüht, in sein Alltagsleben Vervollkommnung, wenn auch erst teilweise, einzubringen. Kleine Gruppen mögen ihre nützlichen Erfolge aufzählen, doch hier haben Wir keine Ausnahmen, sondern die Masse der Menschheit im Sinne. Indessen sind es gerade die Massen, die die Evolution bewegen werden. Der Denker sprach: ‘Weise Männer, eure Mühen werden vergeblich sein, wenn die Frau euch nicht die Hand entgegenstreckt und ihr gemeinsam ein Geschlecht von Helden aufzieht.’

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