Bruderschaft II, § 69

Urusvati weiß von Uns Nahestehenden, die sich in ferne Welten zurückgezogen haben. Unwissende könnten diese Abwesenheit in übelwollender Weise auslegen, und nur einige werden solche Flüge als besondere Missionen verstehen. Es ist nicht leicht, sich vorzustellen, dass zwischen den Welten gedankliche Verbindungen bestehen können. Es fällt den Menschen nicht leicht, sich von der irdischen Grundfeste zu lösen und anzuerkennen, dass sich alles Wesentliche nicht auf der Erde, sondern dort befindet, wo die von den Menschen so benannte Leere ist. Man muss wiedergeboren werden, um zu verstehen, dass die irdische Schönheit nur deshalb als solche erscheint, weil die Menschen die überirdische Schönheit nicht kennen. Vieles wird auf der Erde in verzerrter Weise verstanden. Die Menschen sind willens sich vorzustellen, dass zwischen den Welten eine ebensolche Feindschaft bestünde wie auf der Erde. Die Menschen halten es nicht für möglich, dass das Haupt der Bruderschaft sich in eine ferne Welt begeben könnte. Ebensowenig werden sie verstehen, weshalb manche irdisch Tätige, treu und kulturell hochstehend, ihre Mitbrüder verlassen können. Nur irdische Begrenzungen sind es, die es nicht gestatten, die Gemeinschaft auf mehrere Welten zu erweitern. Ebenso ist es nicht leicht sich vorzustellen, dass man in neuen Körpern in unterschiedlichen Umgebungen das Korn klaren irdischen Bewusstseins bewahren kann. Die uranfängliche Energie ist indessen überall dieselbe. Solch eine Verbindung ist dauerhafter als alle existierenden Substanzen. Nicht nur über die fernen Welten sind die Menschen unschlüssig, sondern auch die Erde betreffend wird vieles falsch verstanden. Ihr wisst zum Beispiel, dass der Pantschen Rimpotsche Pässe für Schambhala ausgibt. Es scheint, als hätte solch eine Tradition keinen Sinn, doch nicht für Schambhala wird der Pass ausgegeben, sondern über Schambhala. Seit alter Zeit existierte eine Art Erinnerung über Schambhala, die es den Menschen leichtfallen ließ, in förderlicher Weise in diese Richtung zu denken. Später wurde der Sinn entstellt, und es entstanden irgendwelche absurde Pässe. Genauso verstehen viele zu Recht nicht, weshalb unwissende Lamas sich für Beschützer Unserer Bruderschaft halten können. Doch zum einen sind hier ungewöhnliche Lamas gemeint, und zum anderen wird die Erscheinung Schambhalas von ihnen trotz allem als ein heiliger Schatz gehütet.

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