Urusvati weiß, dass Biologie und Ethik voneinander untrennbar sind. Früher hat man dieses gefühlt, dann wieder vergessen, und nun beginnt man, sich dessen erneut zu erinnern. Wir haben vom Gefühlswissen gesprochen; in diesem Begriff sind sowohl die Biologie wie die Ethik enthalten. Die Biologie darf keine trockene Wissenschaft sein, denn sie schließt auch das Verstehen des psychischen Lebens mit ein. Gerade dieses muss erforscht werden, erst dann kann man über die Ganzheit des Lebens sprechen. Einige Wissenschaftszweige fordern für sich eine Begrenzung, andere dagegen werden nicht eingeschränkt, und darin liegt ihre Anziehungskraft. Auch der primitivste Materialist kann die wissenschaftliche Bedeutung der Biologie nicht leugnen und nimmt daher an weitgefassten Erkenntnisaufgaben teil. Es ist unmöglich, Teile der Biologie herauszulösen, jeder ihrer Aspekte ist unlösbar mit den folgenden verknüpft. Für unvoreingenommene Gelehrte besteht ein besonderer Reiz darin, dass dieser Bereich unbegrenzt ist. Wieviele benachbarte Bereiche dienen der Wissenschaft vom Leben! Einer Unserer Freunde bezeichnete sich als Biologen, wies jedoch darauf hin, dass er gleichzeitig auch Psychologe bleibe. Doch diese richtige Definition ist selten anzutreffen. Meist suchen die Biologen sich vom Leben abzusondern und sich in Laboratorien einzuschließen. Kann aber ein echter Biologe ohne weitgefasste Beobachtungen im Leben existieren? Wir möchten allen Freunden sagen, dass sie sich nicht scheuen mögen, sich als Biologen zu bezeichnen. Die Menschen bedürfen allgemein anerkannter Bezeichnungen. Irgendjemand wird meinen, man müsse denjenigen, der über das Überirdische nachdenkt, passender als Astronomen bezeichnen, doch ist diese Überlegung unbefriedigend. Bis zum heutigen Tag verneinen gewisse Astronomen die Bewohnbarkeit der Planeten, und auf diesem Wege sind Wir nicht mit ihnen. Doch die Biologie berührt sehr leicht den Bereich der Ethik und wird von dort natürliche Zusammenarbeit erfahren. Freie Beobachtung führt zu wissenschaftlicher Erkenntnis. Viele sind der Auffassung, der Begriff des Gefühlswissens setze den Wert des Wissens irgendwie herab, was wiederum ein Irrtum ist. Die besten Gelehrten erkennen das Element der Intuition an, und so treffen wir uns. Wir rüsten Unsere Freunde für weite Reisen aus. Sie können dabei allen möglichen Einwänden begegnen und müssen eine Antwort darauf bei sich haben. Auf der einen Seite werden die Abergläubischen sie auf den Scheiterhaufen zerren, und auf der anderen stehen die Dienstgelehrten, die erst einmal das Diplom sehen wollen. Man braucht Standhaftigkeit, die sich durch Wissen bildet. Hilfreich ist auch das Bewusstsein ferner Mitarbeiter. Der Beobachter des Lebens ist nicht allein. Der Denker begriff die Bewohnbarkeit der Planeten. Er sprach: ‘Ich möchte nicht dem Wahnsinn verfallen, mir einzubilden, nur die Erde sei bewohnt.’