Urusvati weiß, dass Nachdenken über das Überirdische von den bösesten Giftschlangen befreit – der Mutlosigkeit und der Gekränktheit. Vor langem wurde bereits gesagt, wie hässlich der Garten der Gekränktheit ist. Finster ist der Keller der Mutlosigkeit, doch lassen sich die Menschen derart oft in diesen Keller fallen und pflanzen nichts als Disteln an, so dass an die heilsamste Medizin gegen solche Vergiftungen erinnert werden muss, nämlich das hohe Denken an das Überirdische. Man darf die Flamme hohen Denkens nicht einmal für eine Stunde in sich löschen. Der Weiseste verliert seine Waffe, wenn er das Denken an die zukünftigen Häuser unterbricht. Er wird unbewaffnet sein, und vom Grund des KELCHES werden unangenehme Gefühle aufsteigen. Man wird fragen, ob das Denken an das Überirdische nicht die irdische Tätigkeit beeinträchtige. Doch möge dieses Denken den Menschen sogar bei der angespanntesten Tätigkeit begleiten. Bereits vor langem wurde gesagt, dass das Bildnis des Lehrers sich dem Gedächtnis für immer einprägen sollte. Und so wird auch das tiefe Nachdenken über das Überirdische kein Hindernis sein, sondern eine lebendige Brücke zu künftiger Errungenschaft. Herrlich ist es, wenn jemand hohes Denken unter allen Umständen in sich zu hüten vermag. Möge dies keine bloße Überlegung sein, sondern gerade tiefes Nachdenken ohne Übertragung in irdische Worte. Ihr versteht, was Ich sagen will. Vor zwanzig Jahren war die Erkenntnis der Begriffe noch nicht klar, doch war der Grundstein klar herausgearbeitet, und nun sind die Grundlagen des höheren Weltverständnisses bereits verhältnismäßig sichtbar. Der Denker verglich die Gedankenarbeit mit der Bildhauerei.