Urusvati weiß, dass Untrennbares nicht getrennt werden darf. Dies muss wiederholt werden, wenn vom Irdischen und Überirdischen die Rede ist. Aufgrund welchen unverständlichen Starrsinns trennen die Menschen zwei in ihrem Wesen verbundene Begriffe voneinander? Ist denn irgendeine Handlung vorstellbar, die im benachbarten Bereich keinen Reflex hervorruft? Alles ist eins und untrennbar. Selbst der kleinste psychische Vorgang ruft physische Folgen hervor. Ebenso spiegelt sich jeder physische unausweichlich im psychischen Vorgang wider. All das sollte einfach und logisch erscheinen, es stößt nichts um, doch die Menschheit lässt in ihrem gegenwärtigen Zustand diese Wahrheit nicht zu. Man kann sogar über eine Schwelle stolpern. Als eine solche winzig kleine Schwelle erweisen sich Widersprüche, die ungeachtet wissenschaftlicher Beweise geradezu gezüchtet werden. Doch lässt sich erahnen, welch finsteren Kräften solche Uneinigkeit dienlich ist. Sie behindert die Umwandlung des Lebens. Die Menschen sind nicht abgeneigt, Erörterungen über das neue Leben zu führen, doch die meisten solcher Erörterungen erfolgen in einer Atmosphäre der Verantwortungslosigkeit. Wenn die Menschen aus dem Theater, der Kirche oder wissenschaftlichen Versammlungen kommen, versenken sie sich sofort wieder in den Staub des Alltagslebens. Gerade erst haben sie Tränen des Entzückens vergossen, sich im Geist emporgeschwungen, um all dies gleich danach wieder zu vergessen. Einer Unserer Mitarbeiter führte ein aufschlussreiches Experiment durch. Er stellte sich an einem Theaterausgang nach einer sehr hochstehenden Vorstellung auf, ebenso an einem Kirchenausgang und nach dem Vortrag eines bekannten Wissenschaftlers. Ihr werdet erstaunt sein, dass von hundert Menschen nur acht, von ihren Eindrücken erschüttert, herauskamen. Die übrigen offenbarten bereits an den Türen ihr gewohntes Alltagsverhalten, und die erhabenste Tragödie prallte an ihren steinernen Herzen ab. Genau das gleiche kann man anhand der Gespräche über das Überirdische beobachten, doch wie Wir sagten – die Evolution wird durch eine kleine Minderheit vollzogen. Bei all dem bleibt jedoch eine bemerkenswerte Beobachtung übrig, nämlich, dass die Überirdische Welt für die Menschen augenscheinlich gar nicht existiert. Sie wollen all die Erscheinungen nicht bemerken, die wie ein Regenbogen über dem Strudel des Alltagslebens strahlen. Wozu solcher Widerstand, wenn Wissensdurst zu unermesslichen überirdischen Bereichen führen könnte! Der Denker bat Seine Schüler: ‘Schaut doch zum Sternenhimmel auf! Nur Schweine sind nicht imstande, ihren Kopf zu erheben.’