Urusvati weiß, wie wenig die Menschen die Bewusstseinserweiterung werten. Sie gleichen sich kleinen Kindern an, die für eine kleine Süßigkeit bereit sind, eine Lektion auswendig zu lernen, doch ohne Süßigkeiten sich noch nicht einmal das Wesentlichste aneignen mögen. Das gleiche lässt sich auch unter den Erwachsenen 435 beobachten. Für die Seligkeit des Paradieses sind sie bereit, irgendetwas durchzulesen, doch ohne Entgelt werden solche Tagelöhner sich nicht vervollkommnen. Für sie ist es ein unzureichender Trost, ein neues Bewusstsein zu erhalten. Sie werden sagen: ‘Wozu dient uns irgendein unbekanntes Bewusstsein; es wäre besser, der Tageslohn würde erhöht.’ Auf diese Weise findet sich der Führer in der Lage eines Wohltäters, der Altersheime bauen lässt. Man kann sich unmöglich vorstellen, dass die Zahl derjenigen Menschen äußerst gering ist, die sich der Vervollkommnung nicht wegen einer Lohnerwartung, sondern um der Bewusstseinserweiterung willen widmen. Bemühe sich jeder, sich zu erinnern, ob ihm im Leben viele wahre Arbeiter an der Erkenntnis begegnet sind. Doch dafür wird er viele finden, die die Lehre des Lebens gelesen haben und dabei ihre eigenen Bedingungen einer würdigen Entlohnung stellten. Der eine erwartete den Lohn nach drei Jahren, ein anderer nach sieben, und ein dritter nach zehn Jahren. Es ist aufschlussreich, diese geheimen Verträge zu betrachten, die der Führer erfüllen sollte. Hierbei hat der Mensch selbst den Lohn nach seinem Geschmack bestimmt, ohne die wahre Lage zu beachten. Seine Irrtümer und Vergehen zieht er nicht in Betracht, doch dafür steht der Führer unter dem ständigen Verdacht, den Lohn vielleicht zurückhalten zu wollen, und was sei denn von der Aussage über die Überirdische Welt zu halten, wenn noch nicht einmal der irdische Lohn erhöht werde? Man kann an viele ähnliche irdische, geheime Überlegungen erinnern. Der Denker sprach: ‘Der Schild ist von außen ganz blank geputzt, doch was bedeckt er?’