Bruderschaft II, § 62

Urusvati zeigt sich im feinstofflichen Körper gewöhnlich mit einem hellenischen violetten Gewand bekleidet. Lasst uns den Grund dafür aufmerksam betrachten. Die Farbe des Gewandes entspricht gewöhnlich der Farbe der Aura, doch das Gewand selbst wird einer besonders vertrauten Epoche entlehnt. So bleibt auch in der Feinstofflichen Welt die Schönheit der Gewandungsart unbestreitbar lange bewahrt. So pflegen wir auch in der Welt der Gedanken unsere frühere Bekleidungsweise. Menschen, die sich keine Erinnerung an die Vergangenheit bewahren, geraten in der Feinstofflichen Welt oft in Verlegenheit. Sie erinnern sich an einzelne Bekleidungsteile verschiedener Epochen, und daraus ergibt sich die vielfältigste Verwirrung. Sie gewahren die Notwendigkeit, sich unverzüglich ein Gewand zu schaffen, doch ihre undisziplinierte Vorstellungskraft vermag nur irgendwelche Bekleidungsfetzen hervorzubringen. Wenn sie in der Umgebung die verschiedenen Gewänder sehen, beginnen die Neuangekommenen, in Gedanken eilig umherzuirren, und jeder Gedankenstoß trägt ihnen einen unerwarteten Gegenstand herbei. Genau das gleiche geschieht mit den gedanklichen Bauwerken, und letzten Endes ergibt sich die Notwendigkeit, viele hässliche Ansammlungen zu vernichten. Nicht ohne Anlass raten Wir dazu, das Denken anzuspannen und die Empfindung der Harmonie zu pflegen. Entschieden jede geistige Ansammlung wird in der Feinstofflichen Welt von Nutzen sein. Wir lieben einfache Gewänder, die nicht bei der Arbeit stören. Es ist besser, wenn jeder im Leben die für ihn geeignetste Bekleidungsart verwirklicht, sie wird ihm in der Feinstofflichen Welt nützlich sein. Es ist sehr traurig, wenn man auch dort eine ungeeignete irdische Bekleidungsweise pflegt. Gewiss, der Führer klärt über Hässlichkeit und Unbequemlichkeit auf, doch einige sind derart stumpf, dass sie nicht einmal den Sinn der Ratschläge verstehen. Es kommt hinzu, dass solche Bewohner nur mit Worten in eine Verbindung treten möchten und keine gedankliche Mitteilung verstehen. Die niederen Schichten der Feinstofflichen Welt weisen viel Hässlichkeit auf. Es ist unabdingbar, die Erde davon zu reinigen. Wenn Ich so von der Kraft der Schönheit spreche, habe Ich nicht nur die Erde im Sinn, sondern auch die Feinstoffliche Welt. Wir leben zur Hälfte in der Feinstofflichen Welt. Viele Unserer Nächsten befinden sich im feinstofflichen Körper. Es lässt sich vorstellen, welche Vielfalt das innere Leben Unserer Wohnstatt aufweist, wo das irdische Äußere mit den überirdischen Welten in Berührung kommt – hell entflammen das Feuer und die Strahlen!

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