Bruderschaft II, § 566

Urusvati weiß, dass jeder von Uns, zum Überirdischen strebend, das Irdische nicht missachtet hat. Ist es möglich, die Erde zu missachten, die doch die Menschheit ernährt und auf der sich Heldentaten der Vervollkommnung vollziehen? Der Mensch versteht die Kostbarkeit der Erde, legt sie jedoch oftmals falsch aus. Ihr habt feststellen können, dass jeder von Uns für das Irdische gearbeitet hat, sogar jene, die ein Leben im Kloster bevorzugten, und jene, die sich selbst zum Einsiedlerleben verurteilten. Sie setzten ihr Schaffen fort und trugen ihre Werke zum Nutzen der Menschheit bei. Sie waren nicht mit Gold behangen, verkehrten jedoch mit den weltlichen Menschen und hinterließen mit ihrem Tun ein Andenken als Friedensstifter und Baumeister des Lebens. Wir verurteilen die Einsiedler nicht, die mit der Kraft ihres Denkens große Hilfe erwiesen haben. Lasst uns sehen, wie diese selbstlosen Streiter des Geistes die psychischen Kräfte zu beherrschen vermochten. Sie reinigten ihr geistiges Wesen in einer solchen Weise, dass sie die Menschheit überholten. Doch Unsere Arbeit besteht in unmittelbarer Hilfe für die Menschen. Unser inneres Leben ist mit dem einen Wort definierbar: ‘Wir helfen’, und diese Arbeit ist sehr mühsam, da die Menschen sich wirklicher Hilfe auf jede erdenkliche Weise erwehren. Sie bitten um Hilfe, doch wenn sie sich zu gestalten beginnt, unterstützen die Menschen sie nicht nur nicht, sondern rüsten sich geradezu gegen sie. Nicht nur einmal haben Wir die Menschen davor gewarnt, der Hilfe zu widerstreben. Doch die Menschen urteilen nach sich selbst, und jedes weitergefasste Verstehen schreckt sie bereits. Auf solche Weise erfahren Wir selten Zusammenarbeit, doch ist sie kostbar, da die Erde ein übergroßes Maß an Bestrebungen mit menschlichen Händen und Füßen braucht. So führt das Überirdische dazu, an das Irdische zu denken. Der Denker forderte als großer Philosoph, dass die Schüler tätige Bürger würden.

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