Urusvati weiß, dass Wir in allem zu einem der Wirklichkeit entsprechenden, wissenschaftlichen Denken raten. Selbst höchste Inspiration muss durch wissenschaftliche Beobachtung gefestigt werden. Man darf nicht meinen, ein solches Vorgehen setze irgendetwas herab. Es darf nicht vergessen werden, dass viele herrliche Ideen durch unvorbereitetes Verständnis zerfallen. Ein solcher unbegründeter Glaube bildet dann den Ersatz für das Licht der Erkenntnis. Selbst in den besten Religionen bemühten deren Diener sich, auch Gelehrte zu sein, um dadurch umso leichter eine Grundlage für die Glaubensbehauptungen zu finden. Vergessen wir jedoch nicht, dass Erkenntnisgewinnung frei von Vorurteilen sein muss. Es gibt nicht wenige Gelehrte, die selbst zu Scheinheiligkeit geraten und damit die herrliche Freiheit der Wissenschaft untergraben. Das Überirdische sollte breite Möglichkeiten zu wissenschaftlichen Beobachtungen bieten. Ihr seht selbst, wie gebunden das heutige menschliche Denken ist. Man kann sich davon überzeugen, dass sogar im Altertum hervorragende Geister sich nicht fürchteten, über den lebendigen Raum nachzudenken. Mitunter bevölkerten sie ihn unter dem Druck der Menge in etwas eigentümlicher Weise, doch war der Flug ihrer Gedanken nichtsdestoweniger weit. Wir gingen den materiellen sowie den ideellen Erkenntnisweg, um zu der Schlussfolgerung zu gelangen, dass beide Formen des Denkens in ihrem höchsten Ausdruck zur Einheit führen. Man darf nicht unterstellen, Wir wollten nur Unsere eigene Überzeugung aufzwingen. Wir wollen nur die Ketten fortnehmen, die den Schritt der Menschheit erschweren. Der Denker lehrte: ‘Lasst die Fesseln hinter der Schwelle, denn sie stören beim Gespräch über die Freiheit des Denkens.’