Urusvati ist immer bestrebt gewesen, ihren Aufenthalt in der Feinstofflichen Welt abzukürzen. Solch ein Bestreben beweist die Hingabe an die unmittelbare Arbeit mitten unter den Leidenden. Wenn die auf der Erde lebenden Menschen sich nach ihrer Herzlichkeit oder Herzlosigkeit einteilen lassen, so existiert desgleichen eine Einteilung in solche, die danach streben, lange in der Feinstofflichen Welt zu verweilen und solche, die zur Vervollkommnung durch Inkarnation eilen. Wir fühlen mit den Eilenden, ganz ungeachtet der Paradoxität von Eile in der Unbegrenztheit. Wir heißen jede Vervollkommnung gut, da in ihr das Allgemeinwohl angelegt ist. Wir haben Uns dem Großen Dienen geweiht und rufen alle jene dazu auf, die um die unbekannten Leidenden Sorge tragen können. Gerade auf der Vorstellung über die Unbekannten gründet sich Unser Bollwerk. Solche unzählbare Menge von Unbekannten, die der Fürsorge bedürfen, existiert sowohl auf der Erde wie in der Feinstofflichen Welt. Möge man Unsere Gemeinschaft als Großes Dienen bezeichnen. Wir alle sind, zur entsprechenden Zeit, auf die Erde geeilt und haben Uns dafür die allerschwierigsten Aufgaben erwählt. Solche Umstände bewirkten eine Stählung und lehrten, Verfolgungen zu verachten. Die Bestätigung der Wahrheit wird immer von der Lüge verfolgt sein. Niemand sollte annehmen, dass solche Verfolgungen nur außergewöhnlichen Menschen beschieden seien. Solche Berührungen mit dem Chaos sind unausweichlich. Ihr habt bemerkt, dass die Völker in ihrer Vorstellung Schambhala in den Norden verlegt haben. So existiert schließlich bei den Samojeden und den Kamtschadalen die Überlieferung von einem wunderbaren Land jenseits von Mitternacht. Die Ursachen solcher Verlegung sind unterschiedlich. Der eine will den Ort Unserer Wohnstatt geheim halten. Ein anderer hat seine Verantwortung bei der Berührung mit etwas Schwierigem von sich fortgeschoben. Ein weiterer hat vielleicht seinen Nachbarn eines besonderen Glücks verdächtigt. Doch im wesentlichen ergibt sich, dass alle Völker von dem geweihten Land wissen und sich selbst für unwürdig halten, dieses Land in ihren eigenen Grenzen zu haben. Wir besitzen eine umfangreiche Sammlung von Literatur über dieses Thema. Es ist unmöglich aufzuzählen, wie viele legendäre Helden mit Unserer Wohnstatt verbunden sind. Ihr wisst von Ghessar Khan und vom Priesterkönig Johannes. Möge jeder die Grenze zwischen Wahrheit und Volksphantasie erkennen. Unsere Wohnstatt kann nicht über lange Zeitalter hinweg bestehen, ohne ihre Ausstrahlungen dem Volksgedächtnis eingeprägt zu haben. Ebenso muss man sich daran erinnern, dass man Uns in der Feinstofflichen Welt besser kennt als auf der Erde. Von dorther kommen die undeutlichen Erinnerungen, auf die sich die Eile derjenigen gründet, die die Bedeutung des Großen Dienens verstanden haben.